Bei einem Gespräch mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) auf Einladung des SPD-Kreisvorsitzenden Mike Weiland in Kestert gemeinsam mit Vertretern der SPD-Verbandsgemeinderatsfraktion Loreley hat der Kreisvorsitzende die KV aufgefordert, kurzfristig eine 10-Jahres-Planung zur Sicherstellung der Ärztlichen Versorgung im Kreis zu erarbeiten und auf den Tisch zu legen. „Immer mehr Praxisschließungen und mehrere Tausend Patienten ohne Hausarzt in unmittelbarer Nähe, die derzeit gerade im Mittelbereich St. Goarshausen, dem die Verbandsgemeinden Nastätten und Loreley angehören, müssen die KV zum schnellen Handeln zwingen“, so die klare Aufforderung von Weiland an die KV, endlich spürbar tätig zu werden.
50 % der Hausärzte im Kreis sind 60 Jahre und älter; 12 % davon sogar über 70 Jahre alt. Mike Weiland sieht hier die KV in der Pflicht: „Es ist schließlich absehbar, dass aufgrund der Altersstruktur der Hausärzte im Rhein-Lahn-Kreis in den kommenden Jahren eine noch größere Bugwelle der Unterversorgung auf die Menschen zurollt.“ Hier muss man über Verbandsgemeindegrenzen hinweg agieren. Es könne auch nicht sein, dass mehr und mehr ein Bieterwettbewerb zwischen den Gemeinden und Städten unter dem Motto ‚Welche Kommune kann interessierten Hausärzten die höchste finanzielle Unterstützung bieten?‘ entstehe. Die Kommunen sind alle nicht auf Rosen gebettet.
Veröffentlicht von SPD Rhein-Lahn am 27.10.2019