SPD-Kreisvertreterversammlung verabschiedet einstimmig Resolution zur Flüchtlingspolitik
Einstimmig haben die Vertreter aller Ortsvereine bei ihrer SPD-Kreisvertreterversammlung, zu der SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland in die Heimatgemeinde des SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Carsten Göller nach Eschbach eingeladen hatte, eine Resolution zur deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik verabschiedet. Roger Lewentz, SPD-Landesvorsitzender und als Staatsminister derzeit Vorsitzender der Innenministerkonferenz der Länder, bekundete freimütig: Im Januar sei er bei der Staffelstabübergabe von seinem Vorgänger noch davon ausgegangen, dass die damaligen Eindrücke um Terroranschläge in Frankreich die Themen im Jahr bestimmen würden. Dies sei jedoch aufgrund der überaus großen Herausforderungen um die in Europa und insbesondere in Deutschland täglich ankommenden Flüchtlinge ganz anders gekommen.
Wichtig sei es, so Roger Lewentz in seiner ermutigenden, aber zugleich auch mahnenden Rede an die Genossinnen und Genossen, dass sich niemand von den aktuell immer wieder aufkommenden rechten Parolen aufhetzen lasse. Auch Landtagsabgeordneter Jörg Denninghoff steuerte in der Versammlung hier einige warnende Beispiele, die ihm begegnet sind, bei. Zwar müsse man teils vorhandene Ängste der Menschen in Bezug auf die momentane Flüchtlingssituation ernst nehmen, erklärte Roger Lewentz weiter, aber gerade im Rhein-Lahn-Kreis gäbe es auch tolle Beispiele, wie sich die Menschen richtig Mühe machten, den ankommenden Menschen eine neue und vor allem menschenwürdige Bleibe zu geben. Als Beispiele nannte Roger Lewentz seine Eindrücke beim Besuch der kürzlich geschaffenen Erstaufnahmeeinrichtung in Diez. Hier zollte er allen Helferinnen und Helfern, insbesondere den zahlreichen Ehrenamtlichen, aber auch den Verwaltungseinheiten um Landrat Frank Puchtler und Bürgermeister Michael Schnatz großen Respekt für deren Leistung. Es seien aber auch die kleinen Gesten, die die Bürgerinnen und Bürger bewegten: Ob in Kestert, wo man sich redlich um Flüchtlinge und auch diejenigen, die aufgrund abgelehnter Asylanträge Deutschland wieder verlassen müssten, kümmere, ob in St. Goarshausen, Kamp-Bornhofen, Lahnstein oder anderswo im Rhein-Lahn-Kreis - die Menschen lebten eine absolut segensreiche Willkommenskultur, lobte der Minister die Bürger im Kreis. Selbstverständlich müsse man aber darüber hinaus nicht nur helfen, sondern auch die Ursachen für Flucht und Not der Menschen in den Krisengebieten bekämpfen.
Veröffentlicht von SPD Rhein-Lahn am 28.09.2015